Der Klassiker als Beispiel
Puschkin, Lermontow, Blok und Jessenin kommen im Magazin als Beispiele vor: An ihren Gedichten lassen sich Versmaß, Strophe und Intonation gut zeigen. Wir nennen ihre Lebensdaten, erzählen aber ihre Schicksale nicht nach.
Ein unabhängiges Magazin über das Lesen von Gedichten und klassischer Prosa. Wir veröffentlichen keine Texte von Werken und stehen in keiner Verbindung zur früheren Website unter dieser Domain.
Menschen
Es scheint, als wären beim Lesen nur zwei beteiligt – Autor und Leser. Tatsächlich stehen viele Menschen dazwischen: wer den Text ediert und mit Anmerkungen versehen hat, wer die Verse in eine andere Sprache übertragen hat, wer sie auf der Bühne vorgetragen hat, die Bibliothekarin, die die passende Ausgabe empfohlen hat, und der Gesprächspartner, mit dem Sie über das Gelesene sprechen. In dieser Rubrik geht es um diese Rollen; die Klassiker erwähnen wir nur als Beispiele, ohne ihre Biografien nachzuerzählen.
Die Biografie eines Dichters erklärt vieles, aber lesen muss man das Gedicht trotzdem selbst.
So ist die Rubrik aufgebaut: Wir schreiben über Klassiker als Beispiele, nicht als Helden von Lebensbeschreibungen, und über die Rollen, die einem Text den Weg zu den Lesern ebnen. Ausführliche Biografien und Geschichten aus dem Privatleben der Autoren finden Sie hier nicht.
Sechs Rollen, ohne die das Lesen von Klassikern um vieles ärmer wäre.
Puschkin, Lermontow, Blok und Jessenin kommen im Magazin als Beispiele vor: An ihren Gedichten lassen sich Versmaß, Strophe und Intonation gut zeigen. Wir nennen ihre Lebensdaten, erzählen aber ihre Schicksale nicht nach.
Erklärt veraltete Wörter, Alltagsdetails und Anspielungen auf Ereignisse und Menschen der Zeit. Ein guter Kommentar deutet das Gedicht nicht an Ihrer Stelle, sondern räumt Hindernisse auf dem Weg dorthin aus.
Überträgt Verse in eine andere Sprache und entscheidet jedes Mal, was er opfert: Versmaß, Reim oder Wortgenauigkeit. Übersetzungen zu vergleichen ist eine hervorragende Schule des aufmerksamen Lesens.
Tragen Gedichte vor Publikum vor. Von ihnen kann man Pausen und Tempo lernen, eine fremde Intonation sollte man aber nicht kopieren: Das eigene Lesen erwächst aus dem eigenen Verständnis.
Weiß, wo es eine vollständige und geprüfte Ausgabe gibt, welche Sammlungen kommentiert sind und wie man ein Buch per Fernleihe bestellt. Der meistunterschätzte Verbündete aller, die Klassiker lesen.
Wo lesen? (auf Russisch)
Der Mensch, mit dem Sie über das Gelesene sprechen. Ein Gespräch über ein Gedicht zwingt dazu, in Worte zu fassen, was beim stillen Lesen ein vages Gefühl geblieben ist.
Lebensdaten von vier Klassikern, das Lyzeum von Zarskoje Selo und wie sich der Klang des russischen Verses verändert hat.
Sechs Fragen, die man einem Gedicht stellen sollte, und eine Tabelle der fünf wichtigsten Versmaße.
Lyrikabende, Vorträge über den Vers, Lesekreise und Gedenktage – und wie Sie eine Ankündigung prüfen.
Drei Wege durch das Magazin: für den ersten Zugang zu Gedichten, für das laute Lesen und für das Auswendiglernen.
Die sechs Themen des Magazins – vom Versmaß bis zur legalen Textsuche – und der Katalog der Beiträge der deutschen Ausgabe.
Die Lebensdaten der Dichter und die Angaben zum Lyzeum von Zarskoje Selo beruhen auf Nachschlagewerken; alles Übrige ist allgemein beschrieben und bezieht sich auf keine bestimmten Ausgaben. Termine von Lyrikabenden, Vorträgen und Öffnungszeiten von Lesesälen erfragen Sie bitte bei den Veranstaltern.